Dramatal: die Geschichte

In der Vorbereitung ...


Die Verwaltungsgeschichte (zarzondzanie...):

Stadt Gleiwitz; Landkreis Tarnowitz; Stadt Beuthen; Stadtkreis Hindenburg; Landkreis Rosenberg;

Die Abstimmung;


Auszüge aus alten Berichten:

(wyciongi ze starych sprawozdan)

Schloß Kamienietz; Kamienietz; Kaminietz und seine Burg;

Kamienietz PDF

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In Kaminietz (ein Gedicht);

Dramatal Gedichte PDf

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Die Verwaltungsgeschichte:

Stadt Gleiwitz (poln. Gliwice) und Landkreis Tost-Gleiwitz

Zugehörigkeit staatlich: Preußen, Provinz Schlesien,
bis 1939 Regierungsbezirk Oppeln, 1939 - 1945 Regierungsbezirk Kattowitz
Zuständ. Justiz (1894):
1) Amtsgericht Gleiwitz, Landgericht Gleiwitz, Oberlandesgericht Breslau
2) Amtsgericht Peiskretscham, Landgericht Gleiwitz, Oberlandesgericht Breslau
3) Amtsgericht Tost, Landgericht Gleiwitz, Oberlandesgericht Breslau
Zuständ. Justiz (1942):
1) Amtsgericht Gleiwitz, Landgericht Gleiwitz, Oberlandesgericht Kattowitz
2) Amtsgericht Peiskretscham, Landgericht Gleiwitz, Oberlandesgericht Kattowitz
Zuständ. Finanzamt (1927): Finanzamt Gleiwitz, Landesfinanzamt Oberschlesien
Zuständ. Gau 1933-1945: bis 1941 Schlesien, ab 1941 Gau Oberschlesien
Zuständ. Militärdienst (1885): VI. Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche: Evangelische Kirche der altpreußischen Union, Kirchenprovinz Schlesien
Zugehörigkeit kath. Kirche: Bistum Breslau


Landkreis Tarnowitz (poln. Tarnowskie Góry)
(Restkreis 1927 mit dem Restkreis Beuthen zum Kreis Beuthen-Tarnowitz vereinigt)

Zugehörigkeit staatlich: bis 1921 Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Oppeln
1921 - 1939 Polen, 1939 - 1945 Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Kattowitz
Zuständ. Justiz (1894): Amtsgericht Tarnowitz, Landgericht Beuthen, Oberlandesgericht Breslau
Zuständ. Justiz (1942): Amtsgericht Tarnowitz, Landgericht Beuthen-Kattowitz, Oberlandesgericht Kattowitz
Zuständ. Gau 1933-1945: bis 1941 Schlesien, ab 1941 Gau Oberschlesien
Zuständ. Militärdienst (1885): VI. Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche: Evangelische Kirche der altpreußischen Union, Kirchenprovinz Schlesien


Stadt Beuthen (poln. Bytom) und
Landkreis Beuthen (-Tarnowitz (poln. Tarnowskie Góry))


Zugehörigkeit staatlich: Preußen, Provinz Schlesien,
bis 1939 Regierungsbezirk Oppeln, 1939 - 1945 Regierungsbezirk Kattowitz
Zuständ. Justiz (1894): Amtsgericht Beuthen, Landgericht Beuthen, Oberlandesgericht Breslau
Zuständ. Justiz (1942): Amtsgericht Beuthen, Landgericht Beuthen-Kattowitz, Oberlandesgericht Kattowitz
Zuständ. Finanzamt (1927): Finanzamt Beuthen, Landesfinanzamt Oberschlesien
Zuständ. Gau 1933-1945: bis 1941 Schlesien, ab 1941 Gau Oberschlesien
Zuständ. Militärdienst (1885): VI. Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche: Evangelische Kirche der altpreußischen Union, Kirchenprovinz Schlesien
Zugehörigkeit kath. Kirche: Bistum Breslau


Stadtkreis Zabrze
(1915 umbenannt in Hindenburg, heute poln. wieder Zabrze)


Zugehörigkeit staatlich: Preußen, Provinz Schlesien,
bis 1939 Regierungsbezirk Oppeln, 1939 - 1945 Regierungsbezirk Kattowitz
Zuständ. Justiz (1894): Amtsgericht Zabrze, Landgericht Gleiwitz, Oberlandesgericht Breslau
Zuständ. Justiz (1942): Amtsgericht Hindenburg, Landgericht Gleiwitz, Oberlandesgericht Kattowitz
Zuständ. Finanzamt (1927): Finanzamt Hindenburg, Landesfinanzamt Oberschlesien
Zuständ. Gau 1933-1945: bis 1941 Schlesien, ab 1941 Gau Oberschlesien
Zuständ. Militärdienst (1885): VI. Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche: Evangelische Kirche der altpreußischen Union, Kirchenprovinz Schlesien
Zugehörigkeit kath. Kirche: Bistum Breslau


Landkreis Rosenberg in Oberschlesien (poln. Olesno)

Zugehörigkeit staatlich: Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Oppeln
Zuständ. Justiz (1894):
1) Amtsgericht Landsberg, Landgericht Oppeln, Oberlandesgericht Breslau
2) Amtsgericht Rosenberg, Landgericht Oppeln, Oberlandesgericht Breslau
Zuständ. Justiz (1942):
1) Amtsgericht Landsberg, Landgericht Oppeln, Oberlandesgericht Kattowitz
2) Amtsgericht Rosenberg, Landgericht Oppeln, Oberlandesgericht Kattowitz
Zuständ. Finanzamt (1927): Finanzamt Rosenberg (Oberschl.), Landesfinanzamt Oberschlesien
Zuständ. Gau 1933-1945: bis 1941 Schlesien, ab 1941 Gau Oberschlesien
Zuständ. Militärdienst (1885): VI. Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche: Evangelische Kirche der altpreußischen Union, Kirchenprovinz Schlesien
Zugehörigkeit kath. Kirche: Bistum Breslau


Die Abstimmung in Oberschlesien am 21. 3. 1921
(Zahlen nach dem Endergebnis der Interalliierten Kommission (Quelle)

Gesamtergebnis:
Abgegebene gültige Stimmen insgesamt 1.187.812
Stimmen für Deutschland 716.406 60,3 %
Stimmen für Polen 471.406 39,7 %

Stimmen für Deutschland in %:
Oberschlesien insgesamt 60,3 % Landkreis Gleiwitz 65,0 %
Landkreis Leobschütz 99,4 % Landkreis Hindenburg 57,0 %
Landkreis Kreuzburg 95,0 % Stadt- und Landkreis Kattowitz 53,0 %
Landkreis Oberglogau 88,0 % Landkreis Lublinitz 53,0 %
Landkreis Königshütte 79,0 % Landkreis Beuthen 51,0 %
Landkreis Cosel 76,0 % Landkreis Groß-Strehlitz 50,0 %
Landkreis Oppeln 76,0 % Landkreis Tarnowitz 40,0 %
Landkreis Ratibor 70,0 % Landkreis Rybnik 36,5 %
Landkreis Rosenberg 68,0 % Landkreis Pleß 26,0 %


Die Abstimmung in Oberschlesien am 3. 9. 1922
Beteiligung 79,4 %
Abgegebene gültige Stimmen insgesamt 568.341
Nein-Stimmen (= gegen ein besonderes Land Oberschlesien) 517.812 (91,1 %)
Ja-Stimmen (= für ein besonderes Land Oberschlesien) 50.529 (8,9 %)

Mit freundlicher Genehmigung:

1871 - 1990 © 2006 by Dr. Michael Rademacher M.A.

http://geschichte-on-demand.de


In Kaminietz

Ich bin nicht immer so frei und treu
Wie hier in eurer Mitt',
Oft hab' ich gehört mit bebender Scheu
Des Schicksals trotzigen Tritt.

Ich habe verloren manchen Stein
Aus der güldenen Krone der Lust,
Ich habe gehört mit blutiger Pein
Das stählerne Wort: Du mußt!

Ich habe gesungen das alte Lied
Der gemordeten Seligkeit,
Ich habe gekämpft mit krankem Gemüt
Das wüste Gefecht der Zeit.

Gezwungen zu dem, was ich stehts gehaßt,
Der blühendste Wunsch zerstört,
So hab' ich die Schicksalsstunde verpaßt
Und fruchtlos mich empört.

Doch wer an eurem Herde ruht,
Den läßt die Jagd der Qual,
Ihr seid so schön, ihr seid so gut,
Gott seg'n euch tausendmal.

Moritz Graf Strachwitz


Kamienietz

Auf dem rechten Ufer der Drama, hoch emporsteigend, liegt die Pfarrei Kamienietz. Der steinige Untergrund und die Steinbrüche, die sich hier finden, haben dem Dorfe den Namen gegeben, denn Kamienietz heißt Steindorf ( Kamien). Es war vor 1310 wie Broslawitz ein ansehnliches Dorf, der bischöfliche Getreidezehnt wurde auf 10 Mark taxiert; seit 1310 betrug er nur 2 Mark, ein Beweis, daß das Dorf verfallen war. In dem Verzeichnis des Peterspfennigs 1447 erscheint es überhaupt nicht mehr, dafür ist Herzogswald oder Xiondslas Pfarrort. Das Kirchspiel war klein, da der Peterspfennig nur zwei Groschen einbrachte - heute noch ist es das kleinste im Toster Kreise.

Als Besitzer von Kamienietz und Lubek erscheint um jene Zeit die Familie Kokors. So war 1448 Dietrich Kokors v. Kamienietz Landrichter des Toster Kreises. Xiondslas hingegen besaß Heinrich Kotka. Die Familie Kokors führte um 1570 in Kamienietz den Protestantismus ein; in dieser Zeit (1573) machte Johann v. Kokors eine “lutherische Fundation" für die Kirche in Höhe von 200 Talern. Am 16. März 1629 wurde auf kaiserlichen Befehl die katholische Religion wieder hergestellt, und Adam Barenkowitz, der erste katholische Pfarrer des benachbarten Broslawitz, versah auch in Kamienietz die Seelsorge. Bald darauf erhielt die Pfarrei einen besonderen Pfarrer; Xiondslas ist Filialkirche von Kamienietz geworden. Eine große Wohltäterin der Pfarrkirche war deren Patronin Helena Poliksena Wrbsky, geb. von Holy um 1675; auf Kosten der Kirche ist 1695 der Hochaltar und die Kanzel errichtet worden, die heute noch bestehen. Das bischöfliche Visitationsprotokoll1697 enthält über Kamienietz folgende Angaben: "Mit der Kirche ist der massive Turm verbunden: sie ist durch Altkatholiken entweiht, im Presbyterium gewölbt, im Schiff mit einer Holzdecke versehen. In der Kirche sind Lutheraner begraben. Der Kirchhofzaun ist massiv und mit Schindeln bedeckt. Die Parochianen sind alle katholisch mit Ausnahme des Gutsherrn Wrbsky und seiner in Lubek. Zu Ostern gehen 250 zur Osterkommunion. In dem Hospital befinden sich gegenwärtig keine Armen, und das Dominium benutzt es zu seinem Gebrauch. Die Kirche in Xiondslas ist 1499 aus Holz erbaut, durch Häretiker entweiht. Der Taufstein ist aus einem Baumstamme verfertigt und bemalt. Das heilige Sakrament wird nicht beständig aufbewahrt. Patron ist v. Bujakowski. Jeden dritten Sonntag und zweiten Feiertag wird Gottesdienst gehalten. Pfarrer ist Johann Mandrella aus Ratibor. Er studierte in Olmütz und Neiße und versteht etwas Deutsch. Seit 1682 Priester, ist er seit 1689 Pfarrer. Die Pfarrei ist gemauert und hat ein Giebel."

Um 1720 zählte das Kirchspiel 700 Seelen. Patron und Besitzer von Kamienietz war Martin v. Löwencron; die Besitzer wechselten häufig. Um 1770 Kaufte es der Freiherr. nachheriger Graf Karl Josef v. Strachwitz; 1801 kam Ziemientzitz hinzu. Der jetzige Besitzer ist Graf Friedrich v. Stollberg. Vor einigen Jahren ist das alte Schloß umgebaut und erweitert worden. Es ist wohl möglich, daß an dessen Stelle in alter Zeit eine Burg stand, welche den Weg in Dramatal beherrschte. Die jetzigen alten Be-standteile des Schloßes dürften dem 16.Jahrhundert (Kokers) angehören. Das Schloß ist hoch und prächtig gelegen. Weiter unten auf einem kleinem Hügel an der Drama, erhebt sich die schmucke Kirche, deren älteste Bestandteile wohl auch aus dem 16. Jh. Entstammen oder noch älter sind; das Schiff ist um 1860 eingeweiht. Im Turm hängen zwei uralte Glocken, die eine ist 1487, die andere 1503 gegossen. Gegenwärtig wird die Kirche ganz erneuert.
Pfarrer Paul Kalus versieht als Nachfolger des langjährigen Erzpriesters Koske das Pfarramt. In Kamienietz ist eine 3-klassige. in Xiondslas eine 2-klassige Schule. Neben der alten Schule in Kamienietz wird eine neue gebaut, die der Vollendung entgegen sieht.

(Auszug aus einem alten Bericht)


Schloß Kamienietz

lm Kreise Tost - Gleiwitz, eine Stunde von Peiskretscham, liegt Schloß Kamienietz. Der Sage nach soll das älteste Schloß von den Tempelrittern erbaut worden sein. Es liegt hoch auf dem rechten Dramaufer und war einst sehr stark mit Türmen befestigt, die vor einigen jahrzehnten Graf Strachwitz abtragen ließ. Nach alten Kirchenbüchern war Kamienietz 1581 im Besitz der reichen mährischen Familie V. Kokors, 1728 war Reichsgraf V. Verdugo,1754 Reichsgarf V. Sobek und 1763 Graf v. Reder Besitzer. Von ihm erwarb es Graf Josef V. Strachwitz. Sein Sohn Carl Maria V. Strachwitz kaufte die Herrschaft Ziemientzitz noch dazu. Nach dem Kirchenbuch von Kamienietz waren die Bewohner der ganzen Umgegend von Kamienietz evangelisch, Durch Edikt des Kaisers Ferdinand II. von 1629 wurden die Kirchen den Katholiken wieder zurückgegeben.

Das renovierte Schloß Kamienietz ist ein schmucker Barockbau. Der vierkantige eingebaute Eckturm wird von 3 übereinander abgesetzten Giebelhauben bekrönt. Die beiden an den Turm anschließenden Giebelseiten sind recht schmuck, ebenso das Kleine runde Ecktürmchen. Der in halber Höhe noch vorhandene wuchtige Bergfried gibt Kunde von der einstigen starken Wehranlage des Schloßes.

An das Schloß knöpfen sich manche Erinnerungen des schlesischen Dichters und Romantikers Graf v. Strachwitz.

Der ganze westliche Teil Oberschlesiens bergt eine große Zahl an Schlössern, die durchweg ein hohes Alter und eine reiche Vergangenheit hinter sich haben. Gerade dieser Teil Oberschlesiens, seit alters her eine Einbruchs- und Durchmarschpforte von Südwesten nach den reichen Gefielden Schlesiens und der Ostmarken, mußte schon im frühen Mittelalter durch Schutzbauten, Schlößer, Burgen und Stadtbefestigungen gesichert werden. Die wiederholten Einfalle der Hussiten, ihre Raub- und Plünderungszüge bis Breslau machten es schwer zu schaffen und waren doch erst die Vorboten des 30jahrigen Krieges, der auch Elend über Oberschlesien brachte. Von vielen dieser alten Wehrbauten kündet manchmal nur noch die Sage und Legende.

(Auszug aus einem alten Bericht)


Kaminietz und seine Burg

Das Dramatal kennzeichnet die Richtung einer uralten Strasse, die von der Oder herkommend zu n ächst an der Klodnitz entlang läuft, darauf aber etwa von Nieder-Sersno ab, wo die Drama in die Klodnitz mündet, in ihre West- Ostrichtung einen leichten Knick nach Norden auf Tarnowitz zu erhält.

Es ist klar, daß diese Wege an den Flußtälern stromaufwärts schon von den ersten Menschen benutzt werden mußten, die in der Urzeit oberschlesischen Boden betraten. Kein Wunder also, wenn am Dramatal entlang zahlreiche Reste vorgeschichtlicher Kulturen gefunden werden. In erster Linie sei auf die ungeheure Zahl von Steinwerkzeugen hingewiesen, die der mittleren Steinzeit angehören, eine Kultur, die in Oberschlesien erforscht worden ist. In der Gegend von Kaminietz finden sich diese Steinwerkzeuge zu Tausenden, ein Beweis dafür, das diese Kultur hier viele Jahrhunderte blühte. Kaminietz scheint seit Urzeiten ununterbrochen besiedelt gewesen zu sein. Auf Funde aus der Steinzeit folgen solche aus Bronze- und Eisenzeit.

Bekanntlich hatte die bronzezeitliche Bevölkerung schwere Kämpfe mit den Skythen, Kelten und besonders mit den von Norden nach S üden vordrängenden Germanen zu bestehen. Um sich wirksamer verteidigen zu können, errichten sie an vielen Stellen besondere Fluchtburgen von denen sich eine bei der Wassermühle am Ostausgang des Dorfes, wohl 30 m über dem angrenzenden Gelände, befindet. Wie man noch heute sehen kann ist die Südwestseite künstlich erhöht worden. Der Wall, der einst zweifellos die ganze Bergkuppe umgab, ist längst in vergangenen Jahrhunderten dem Ackerbau zum Opfer gefallen.

Zunächst war Kaminietz ein reiches Dorf, um 1310 im liber fundationis, wo es nur noch den 5. Teil der bisherigen Abgaben zahlen konnte, also dann wohl zum Teil wüst lag. Schlimmer noch mag es um Kaminietz in der darauf folgenden Zeit gestanden haben, da es im Verzeichnis des Peterpfennigs um 1447 nicht mehr genannt wird. Heute noch aber schaut auf uns beim Eintritt in das Dorf vom Schloss her ein alter Turm herab, der letzte Rest einer mittelalterlichen Burg, einst mit Mauern und Türmen umgeben, die einer der einstigen Besitzer, Graf Strachwitz abtragen ließ, so daß Oberschlesien um eine mittelalterliche Burganlage fast von der Größe der Burg Tost ärmer wurde. Der alte Turm scheint der ursprünglich ältesten Burganlage anzugehören und wird von der Dorfbevölkerung "der Kastellan" genannt. Wahrscheinlich ist er im 14. Jh. erbaut worden, wohl auf älteren Fundamenten. Der Sage nach ist die Burg von den Tempelritten errichtet worden. Die ehemalige Burganlage ist recht gut zu erkennen, sie erhob sich 60 Fuß über der Drama. Heute ist sie durch einen modernen Schlossbau ersetzt. Auch ist noch der Graben deutlich zu erkennen, der einst die ganze Burg umgab, und eine Mauer führte an ihm entlang. Die Lage der Burg gestattete es den feindlichen Scharen erfolgreichen Widerstand entgegenzusetzen.

Wie die Burg scheint auch die Kirche von vornherein massiv erbaut worden zu sein, dank der reichen Kalksteinbeständen, von denen das Dorf seinen Namen erhielt.

Von der Burg soll ein unterirdischer Gang zu einem im Dorf gelegenen Keller führen. Östlich des Dorfes liegt auf einer isolierten Höhe ein Ruinenfeld, das an eine zweite Burg glauben läßt. Tatsächlich aber soll es sich hier um die Reste einer Eisenhütte handeln, was große Massen von Schlacken glaubhaft machen.

( Auszüge aus alten Berichten)


www.dramatal.eu

dorian@dramatal.eu